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Sri Lanka

Der Inselstaat Sri Lanka bietet auf relativ kleinem Raum eine exotische Kultur, faszinierende Berglandschaften, dichten Regenwald sowie einsame weiße Palmenstrände und eine atemberaubende Unterwasserwelt. Der Name Sri Lanka bedeutet übrigens so viel wie „Prachtvolles Land“. Die Republik hat eine Fläche von 65.628 km², liegt im Indischen Ozean und ist durch die Palkstraße und den Golf von Mannar vom indischen Subkontinent getrennt. Von den 21,44 Millionen Einwohnern leben 753.000 in der Hauptstadt Colombo. Nationalsprachen sind Sinhala (Singhalesisch) und Tamil. Als Geschäfts- und Amtssprache sowie als Verbindungssprache ist Englisch in Gebrauch.

Die wichtigste Religion in Sri Lanka ist der Buddhismus, weitere 15 Prozent der Bevölkerung sind Hindus und etwa sieben Prozent gehören dem katholischen und muslimischen Glauben an. Sri Lanka, hat tropisches Monsunklima, das durch den Einfluss des Indischen Ozeans etwas gemildert wird. Jahreszeiten als solche gibt es auf den Inseln nicht. Die Halbinsel Jaffna im Norden des Landes ist heiß und trocken, die Küstengebiete sowie das Flachland im Süden und Westen sind feuchtwarm. Das zentrale Bergland ist bis 2.500 Metern teils trocken, teils feucht, aber kühler als das Flachland. In Colombo und im Südwesten regnet es vor allen Dingen in den Monaten Mai bis August und im Nordosten von November bis Februar. Im Bergland fallen die meisten Niederschläge in den Monaten Juli bis Dezember. Die durchschnittlichen Temperaturen betragen in der Ebene etwa 29 bis 35 Grad, in den Bergen etwa 22 Grad. Dort fällt das Thermometer nachts auf 10 bis 16 Grad. Die wärmsten Monate sind März und April. Für Reisen an die Nordostküste sind der Zeitraum zwischen April und September sowie an der Südwestküste der Zeitraum von Oktober bis April als Reisezeit am angenehmsten.

Bereits im 5. Jahrhundert siedelten Singhalesen auf Sri Lanka und betrieben eine hochentwickelte Landwirtschaft. Ihre meisterhaft angelegten Bewässerungsanlagen sind noch heute beispielhaft. Die freiheitliche Regierungsform der damaligen Zeit beflügelte den kulturellen Fortschritt, was sich bis heute bemerkbar macht.

Der natürliche Reichtum Sri Lankas und seine strategisch günstige Lage machten das Land oft zum Ziel von Eroberern. Portugiesen, Holländer und Engländer zeigten ihre Machtansprüche in den letzten Jahrhunderten. Unter den Engländern wurde Sri Lanka britische Kronkolonie, die den Namen "Ceylon" führte. 1948 wurde das Land unabhängig und hat eine sich selbst regierende Demokratie innerhalb des Britischen Commonwealth. Seit dem Jahr 1978 ist das Land eine Sozialistische Präsidial-Republik. Die Landwirtschaft ist Haupteinnahmequelle und Reis, Tee, Kautschuk und Kokosnüsse sind die wichtigsten Exportprodukte. Industriell setzt man auf die Erdöl-Raffinerie sowie auf die Stahl- und die Reifenfabrikation. Sri Lanka hat eine artenreiche Flora und Fauna. Es wachsen Eben-, Teak- und Satinholz, Kalamander-, Mahagoni- oder Tamarindbäume.

Den Singhalesen war schon vor der Zeitwende bewusst, wie wichtig die Erhaltung der Wälder für die Ökologie ist und sie bewahrten riesige Teile der Wildnis als Reservate zum Speichern von Regenwasser. Die buddhistische Lehre, die einen freundlichen Umgang mit allen Lebewesen predigt, führte dazu, dass auf der Insel bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. der erste Wild- und Naturschutzpark der Welt entstand. Einige der alten Reservate wie der Udawattekele-Park in Kandy oder das Sinharaja-Regenwald-Reservat gibt es heute noch. Nicht nur Botaniker sind von der außergewöhnlichen Orchideenvielfalt begeistert, sondern alle Besucher erfreuen sich besonders von März bis Mai an der übigen Blüte von Blumen und Bäumen. In Sri Lanka verehrt man seit über zwei Jahrtausenden den Bodhi-Baum, den ältesten historisch dokumentierten Baum der Welt. Berühmt ist Sri Lanka auch für seine Gewürze wie Zimt, Nelke, Muskatnuss, Kardamon, Pfeffer, Vanille und Zitronella, die alle gut in den Feuchtgebieten der Ebenen und im Bergland gedeihen. Heute hat Sri Lanka zwei große Nationalparks, in denen Elefanten, Leoparden, Bären, Büffel, Stachelschweine, Ameisenbären, Zibetkatzen, Schakale, Mungos und viele Affenarten sowie Herden von Rotwild und Wildschweinen leben. Auch die Vogelwelt ist sehr vielfältig. Viele der über 400 Arten findet man sowohl in den Nationalparks als auch in den Vogelschutzgebieten in Wirawila und Kumana. Fischadler, brahminische Geier, der schwarzköpfige Pirol, der Schwalbenkiebitz, die bronzegeflügelte Taube, das purpurne Wasserhuhn und der langschwänzige Jacana sind häufig zu beobachten. Weiterhin gibt es auf Sri Lanka 242 Schmetterlingsarten, von denen 6 dieser Familien sogar in einer Höhe von über 1.200 Metern leben.

 

 

WICHTIGE HINWEISE:


Globus-Sri Lanka

 

Landesdaten:
Einwohner / km² 20877000
Sprache Sinhala, Tamil
Städte Sri Jayawardenepura, Colombo, Kaduwela, Kesbewa, Maharagama
Zeitzone UTCUTC+5:30
Währung Sri-Lanka-Rupie
Vorwahl 94

 

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